Nabi Musa
Judäisches Bergland - Nabi Musa
Gräberfeld Nabi Musa
Überblick
Judäisches Bergland - Nabi Musa
Wenn Sie einige Tage in Jerusalem sind, wollen Sie sicher auch mal die Stadt in Richtung Südosten verlassen - Richtung Jericho. Die Hauptstaße führte früher an der Herberge zum "Guten Hirten" vorbei. Hier gab es mal einen Erfrischungsplatz und man konnte sich ein wenig die Beine vertreten, immer mit Blick auf das Judäische Bergland. Einige Kilometer weiter bergab zweigt auf der rechten Seite eine kleine Straße zum Nabi Musa ab. Hier soll das Grab des Propheten Moses sein - jedenfalls nach islamischer Tradition wird es hier verehrt.
Gedenkstätte
Syrien - Damaskus
Omayyadenmoschee in Damaskus - Innenhof
In einem Traum soll Sultan Saladin, der große arabische Heerführer, erfahren haben, dass Allah das Grab des Propheten Moses hierher überführt habe und baute eine kleine Gedenkstätte. Die Gebäude sind aus dem 15. Jahrhundert, zumindest vollständig die von Sultan Baibars errichtete Moschee, in dessen Nebenraum das Kenotaph des Propheten Moses steht- eingehüllt in eine schlichte Decke. Im Monat April beginnt hier eine rege Wallfahrtstätigkeit- bis zu 60 000 Besucher kommen dann nach Nabi Musa und übernachten hier, weil sie dem Propheten Moses nahe sein wollen.
Kenotaph
Judäisches Bergland - Nabi Musa
Es verhält sich hier ähnlich wie in Jerusalem- auch dort wird das Kenotaph Davids seit dem 12. Jahrhundert verehrt. Ab dem 16. Jahrhundert dann von den Moslems und ab dem Jahr 1948 dann von den Israelis. Sicherlich befindet sich das Grab Davids nicht an der Stelle (Untergeschoß Abendmahlssaal - Zionsberg) - wie auch nicht das Grab von Moses beim Nabi Musa. Bemerkenswert ist die Aussicht von diesem Platz. Das Titelfoto dieses Artikels zeigt in der Mitte über die Gräber hinweg auf eine ferne Stelle am Horizont, das bei gutem Wetter von hier aus erkannt werden kann. Es handelt sich um den Berg Nebo, der zu Jordanien gehört und auf oder an dem man das Grab des Propheten Moses vermutet.
Judäisches Bergland - Nabi Musa
Moses führt nach der biblischen Überlieferung als Gesandter Gottes das Volk der Israeliten auf seiner Wanderung aus der Sklaverei in Ägypten in das kanaanäische Land. Beim erreichen des Berges Nebo übergibt er die Führung an seinen Gefährten Josua, der das Volk Israels über den Jordan in das "gelobte Land" führt, ein Land, wo Milch und Honig fließen. Moses selbst darf nicht hinüber und stirbt hier in Moab. "Die Israeliten beweinten Mose dreißig Tage lang in den Steppen von Moab".
Judäisches Bergland - Nabi Musa
Gräberfeld beim Nabi Musa
In der Bibel heißt es:
"Und Mose stieg von den Ebenen Moabs auf den Berg Nebo, den Gipfel des Pisgas, der Jericho gegenüber ist. Und der Herr zeigte ihm....den Jordan-Kreis, die Niederung von Jericho ...bis Zoar....Ich habe es dich mit deinen Augen sehen lassen, aber du sollst nicht hinübergehen. Und Mose starb daselbst im Lande Moab, nach dem Worte des Herrn. Und er begrub ihn im Tale, im Lande Moab, Beth-Peor gegenüber; und niemand weiß sein Grab bis auf diesen Tag....."
Das Buch Deuteronomium, Kapitel 34,1-6
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