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Paternoster-Kirche

Jerusalem - Paternoster-Kirche
Jerusalem - Paternoster-Kirche Kirche des „Vater unser“ auf dem Ölberg - Kreuzgang - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)



Überblick

Jerusalem - Paternoster-Kirche
Jerusalem - Paternoster-Kirche ...das Vaterunser in vielen Übersetzungen - Foto: Wikipedia (Public domain)



Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Ölberg ist die sogenannte Paternoster-Kirche. Hier am Ölberg, an dem Platz der heutigen Karmeliterkirche aus dem 19. Jahrhundert gab Jesus der Welt das Gebet des Herrn. Im 4. Jahrhundert errichtete hier die Kaiserin Helena, Mutter des zum Christentum bekehrten Kaisers Konstantin die sogenannte Eleona-Kirche (Himmelfahrtskirche), um die Menschheit an Jesu Prophezeiung der Zerstörung Jerusalems zu erinnern. Diese Kirche wurde über einer Grotte errichtet, wo Jesus seinen Jüngern auf dem Weg nach Bethanien das Vaterunser lehrte. In der heutigen Paternoster-Kirche steht auf großen Wandtafeln das "Vater unser..." in 140 Sprachen.





Paternoster-Kirche

Jerusalem - Paternoster-Kirche
Jerusalem - Paternoster-Kirche Tafel mit dem deutschen Text des „Vater unser“ - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Diese konstantinische Kirche wurde jedoch im Jahre 614 durch die Perser zerstört wurde. Das Grundstück, das seit der Kreuzfahrerzeit als Geburtsstätte des Vaterunsers gilt, wurde 1868 durch die französische Prinzessin Aurelie de La Tour d'Auvergne erworben. Zwischen 1874 - 1875 entstanden die heutige Kirche und das Kloster, das von französischen Karmelitinnen bewohnt wird. Die Kirche enthielt ursprünglich 39 Versionen des Gebets. Erst 1911 wurde jene Grotte unter der Kirche wiederentdeckt, von deren Existenz die Prinzessin stets überzeugt war, sie aber nicht freilegen konnte. An den Wänden der Vorhalle und des Kreuzganges sind Majolikaplatten mit dem Text des Vaterunsers in 140 Sprachen angebracht. [1]


Jerusalem - Paternoster-Kirche
Jerusalem - Paternoster-Kirche Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Paternoster-Kirche ist eine römisch-katholische Kirche auf dem Ölberg in Jerusalem. Die Kirche ist Teil eines Karmeliterklosters, auch bekannt als das Heiligtum der Eleona (Französisch: Domaine de l'Eleona). Die Kirche des Pater Noster steht direkt neben dem traditionellen Ort der Lehre des Vaterunsers von Christus (Lk 11,2-4), einer Höhle, die die Krypta und das Herzstück der byzantinischen Kirche Eleonas aus dem 4. Jahrhundert bildete. Die Ruinen der Eleonas wurden im 20. Jahrhundert wiederentdeckt und ihre Mauern teilweise wieder aufgebaut. Heute gehört das Land, auf dem beide Kirchen und das gesamte Kloster stehen, formal zu Frankreich.


Geschichte

Jerusalem - Paternoster-Kirche
Jerusalem - Paternoster-Kirche Name der Stätte über dem Portal zum Kloster - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Die moderne Paternoster-Kirche wurde direkt neben der Basilika aus dem 4. Jahrhundert errichtet, die von Konstantin I. zum Gedenken an die Himmelfahrt Jesu Christi in Auftrag gegeben wurde. Das Gebäude wurde unter der Leitung von Konstantins Mutter Helena im frühen 4. Jahrhundert erbaut, die dieses Gebäude „Kirche der Jünger“ nannte. Der Reisebericht der Pilgerin Egeria aus dem späten 4. Jahrhundert war die erste bis heute erhaltene Quelle, in der die Kirche Eleonas (griech: Olivenhain) erwähnt wird. Egeria (wird auch Aetheria oder Etheria genannt) war eine spätantike Autorin aus Nordspanien oder Gallien, die als Pilgerin im späten 4. Jahrhundert, wohl von 381 bis 384, das Heilige Land bereiste und darüber einen Reisebericht in Form eines Briefes an andere Frauen verfasste (Itinerarium Egeriae, Peregrinatio Aetheriae).


Jerusalem - Paternoster-Kirche
Jerusalem - Paternoster-Kirche Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Kirche wird u.a. auch von einem Pilger aus Bordeaux im Itinerarium Burdigalense um 333 erwähnt, und der Historiker Eusebius von Caesarea erzählt, dass Konstantin eine Kirche über einer Höhle auf dem Ölberg errichtete, die mit der Himmelfahrt verbunden war. Die Kirche blieb intakt, bis sie 614 von den Persern zerstört wurde. Die Erinnerung an Jesu Lehre blieb mit dieser Stätte verbunden, und während der Kreuzzüge wurde sie ausschließlich mit der Lehre des Vaterunsers verbunden. Die Kreuzfahrer errichteten 1106 ein kleines Oratorium inmitten der Ruinen und 1152 wurde eine vollständige Kirche errichtet, dank Spendengeldern, die der dänische Bischof Svend von Viborg, der in der Kirche begraben ist, gespendet hatte. Während der Belagerung von Jerusalem durch Sultan Saladin im Jahre 1187 wurde die Kreuzfahrerkirche schwer beschädigt.


Wiederaufbau

Jerusalem - Paternoster-Kirche
Jerusalem - Paternoster-Kirche Kirche des „Vaterunser“ auf dem Ölberg - Foto: Wikipedia - Autor: Ori~ - Lizenz: s.u.


Um 1345 wurde sie schließlich verlassen und verrottete. 1851 wurden die verbliebenen Steine ​​der Kirche aus dem 4. Jahrhundert für Grabsteine ​​im Tal von Josaphat verkauft. Das Gelände der Kirche wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von Prinzessin Aurelia Bossi de la Tour d'Auvergne erworben, und die Suche nach der von den frühen Pilgern erwähnten Höhle begann. 1868 baute sie ein Kloster nach dem Vorbild des Campo Santo in Pisa, Italien und gründete 1872 ein Karmeliterkloster. In den 1870er Jahren wurde eine Klosterkirche errichtet. Im Jahre 1910 wurden schließlich die Fundamente über der verehrten Höhle gefunden, die sich teilweise unter dem modernen Kreuzgang erstreckten. Das Kloster wurde in die Nähe verlegt und der Wiederaufbau der byzantinischen Kirche begann im Jahr 1915.



Grotto in Church of the Pater Noster

Grotte in der Kirche des Vaterunsers am Ölberg - eingebunden über Wikimedia Commons

Jerusalem - Paternoster-Kirche
Jerusalem - Paternoster-Kirche Altar in der Kirche - Foto: Wikipedia - Autor: Anton 17 - Lizenz. s.u.


Der Wiederaufbau wurde 1927 eingestellt, als die Mittel ausgingen und die erneuerte Kirche von Eleona unvollendet blieb. Die kleine Klosterkirche steht am östlichen Ende des modernen Klosters, während die teilweise rekonstruierte byzantinische Kirche westlich davon steht. Die byzantinische Kirche aus dem 4. Jahrhundert wurde teilweise rekonstruiert und vermittelt einen guten Eindruck davon, wie das Original aussah. Die Maße der Kirche sind die gleichen wie das Original und der Garten außerhalb der drei Türen umreißt den Atriumbereich. Die Kirche ist nicht überdacht und hat Stufen, die in eine Grotte führen, wo einige Christen glauben, dass Jesus seinen Jüngern seine Prophezeiung der Zerstörung Jerusalems und der Wiederkunft offenbart hat.


Jerusalem - Paternoster-Kirche
Jerusalem - Paternoster-Kirche Grabmal der Gründerin des Klosters Prinzessin Aurelia Bossi de la Tour d'Auvergne - Foto: Wikipedia - Autor: Ori~ - Lizenz: s.u.


Leider ist die Höhle mit der Grotte bei der Entdeckung im Jahre 1910 teilweise eingestürzt. Sie enthält auch ein Grab aus dem 1. Jahrhundert. Der Kreuzgang aus dem 19. Jahrhundert ist im europäischen Stil gehalten und enthält Platten, die das Vaterunser in über 100 verschiedenen Sprachen tragen. Eine Straße rechts vom Kloster führt zur russischen Himmelfahrtskirche und den byzantinischen Grabkapellen, in denen einige armenische Mosaiken in einem kleinen Museum aufbewahrt werden. Die Paternoster-Kirche befindet sich im Stadtteil At-Tur in Jerusalem, in dem etwa 18.000 muslimische Araber mit einer kleinen christlichen Minderheit leben. [2]


Ölberg

Jerusalem - Ölberg
Jerusalem - Ölberg ...jüdisches Gräberfeld...


Der Ölberg in Jerusalem ist eine Erhebung nordöstlich und östlich des Tempelbergs und der Jerusalemer Altstadt. Vom Palästinakrieg 1948 bis zur Einnahme durch Israel im Sechstagekrieg (5. bis zum 10. Juni 1967) wurde das Gebiet mit Ausnahme des noch zum Hügelzug gehörenden Skopusberges von Jordanien verwaltet. Der Name – in den meisten anderen Sprachen lautet er Olivenberg – leitet sich vom ursprünglichen Bewuchs mit Olivenbäumen ab, die man heute wieder vermehrt an den Abhängen des Berges sieht....

Weitere Informationen zum Ölberg in Jerusalem finden Sie hier....!


Quellenangabe:


1.: Informationen zur Pater-Noster-Kirche in Jerusalem auf dem Ölberg stammen aus dem Artikel der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 31.01.2015!

2.: Die Informationen zur Geschichte der Paternoster-Kirche basieren auf dem Artikel Church of the Pater Noster (Stand vom 21.09.2016) und stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Die Fotos "Teaserfoto: Vaterunser-Kirche - Autor: Mattes" - "Kirche des „Vaterunser“ auf dem Ölberg; Grabmal der Gründerin des Klosters; (2 Fotos) - Autor: Ori~" - "Altar in der Paternoster-Kirche - Autor: Anton 17" stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der Creative Commons "Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported", deren Bedingungen Sie hier einsehen können.


Fotos der Paternoster-Kirche auf dem Ölberg

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