Israels aktuelle Politik Teil V. - Gaza
Klöckner im Gazastreifen
Die ARD-Tageschau berichtete am 12.02.2026:
„Klöckner im Gazastreifen Große Kritik nach kleinem Besuch“
„Als erste deutsche Politikerin hat Bundestagspräsidentin Klöckner seit dem Überfall der Hamas auf Israel den Gazastreifen besucht. Es war ein von Israel gewährter Einblick, der in Deutschland auch auf Kritik stößt.“ [5]
Auf Einladung ihres israelischen Amtskollegen war die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner vom 10. bis 12. Februar 2026 zum Antrittsbesuch in Israel. Amir Ohana, der Präsident der Knesset, hatte sie zu einem offiziellen Besuch eingeladen. Frau Klöckner reiste mit einem Luftwaffen-Airbus nach Tel Aviv, traf ihren Präsidentenkollegen Ohana, weiterhin den Opositionsführer Jair Lapid und weitere politische Vertreter Israels. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die bilateralen Beziehungen, die Lage in der Region, die geopolitische Situation sowie die (Cyber-) Sicherheit zum Schutz der Parlamente. Danach kam das Pflichtprogramm für jeden Politiker- der Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem. Weiterhin besuchte sie das Nova-Festival-Memorial, den Ort, wo die Besucher dieses Festivals von Hamas-Terroristen getötet wurden. Am Donnerstag, den 12.02.2026, dem letzten Tag ihres Besuchs, war sie auch im Gazastreifen (noch vor der sogenannten Yello-Line) in Begleitung des israelischen Militärs.
An der Grenze der sogenannten Yello-Line im Gazastreifen bemerkte sie:
"Mir ist sehr bewusst, dass das israelische Militär sehr genau überlegt, wo wir hinfahren, was wir auch zu sehen bekommen" sagt Klöckner. Es werde geräumt, gesäubert in dieser Region.
"Man hat natürlich Silhouetten von Städten gesehen, auch zerstörte Häuser. Ein objektives Bild kann man sich sehr schwer machen in so einer Situation. Ich finde es aber richtig und halte es auch für wichtig, dass Israel auch internationale Beobachter reinlässt", so die CDU-Politikerin weiter.“ [5]
Hier tut sich die Frage auf, was sie mit ihrer Aussage „geräumt, gesäubert in dieser Region“ meint? Was wird denn hier geräumt und gesäubert? Ich, wie auch viele andere, fragen sich, welchen Sinn dieser einseitige Besuch Israels unserer Bundestagspräsidentin Frau Klöckner hatte? Es gab keinen Kontakt mit Palästinensern- das wäre wichtig gewesen und hätte ihrer Reise wenigstens einen Sinn gegeben. Leider könnte es sein, liebe Frau Klöckner, dass sie mit Ihrem Israel-Besuch das unverhältnismäßige Vorgehen der israelischen Regierung und damit auch der IDF sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland ungewollt noch verstärken. Erst vor wenigen Tagen hatte das isrelische Sicherheitskabinett unter Umgehung der Oslo-Verträge von 1995 ein Gesetz beschlossen, dass es künftig möglich macht, dass Jüdische Siedler im Westjordanland Land kaufen können. Das kommt einer weiteren Möglichkeit der Annexion dieser Gebiete sehr nahe.
Spätestens hier hätten sie Boden wettmachen müssen, damit ihr Besuch wenigstens einen Sinn macht- so war diese Reise vollständig sinnlos!
Liebe Frau Klöckner, bitte bleiben sie in Deutschland, fahren sie nicht mehr nach Israel, denn sie können dort nichts ausrichten- es sei denn, sie würden sich ein Beispiel an der ehemaligen deutschen Außenministerin Annalena Baerbock nehmen, die bei ihren Besuchen stets die unangenehmen Dinge laut beim Namen nannte, auch wenn die israelische Regierung sich taub stellte. Sie wollten sich bei ihrem Besuch über die aktuelle Lage im Gazastreifen informieren- wie naiv kann man denn sein, wenn dies ausgerechnet mit der Hilfe des israelischen Militärs geschieht oder geschehen soll.
Das einzigste, was sie meiner Meinung nach in Israel erreicht haben, ist, dass sie mit ihrem Besuch das Vorgehen der israelischen Führung in der Behandlung der Menschen im Gazastreifen legitimiert haben. Darauf hätten wir alle verzichten können. Am Donnerstagnachmittag waren sie wieder zuhause. Am Freitag Abend, 13.02.2026, 20.11 Uhr, sah man sie recht munter als Gast bei der Karnevalsveranstaltung im Großen Saal des Kurfürstlichen Schlosses zu Mainz „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ (Video Zeit-Ausschnitt bei 01.06.23) - ein absolutes Kontrastprogramm zu ihrem Besuch im Nahen Osten, wie ich finde.
Wären sie wirklich in Gaza gewesen, hätten sie sicherlich auf diese Veranstaltung verzichtet!
Israel verwehrt Hilfsorganisationen Gaza-Zugang
Auf der Seite „Israels aktuelle Politik Teil IV. - Gaza“ finden Sie einen Bericht der ARD-Tagesschau vom 11.01.2026 über den Lizenzentzug Israels, der 37 internationale Organisationen betrifft:
„Hilfsorganisationen kritisieren fehlenden Gaza-Zugang“
„Israel hat 37 internationalen Organisationen zum Jahresstart die Lizenz entzogen. Für die rund zwei Millionen Menschen im Gazastreifen kann das schwerwiegende Folgen haben“. [1]
In diesem Zusammenhang fiel mir ein Artikel auf, veröffentlicht von Domradio.de am 23.01.2026: „Visum von Gaza-Vikar Jussef Assad nicht verlängert - Ausreise nach acht Jahren“
„Der Vikar von Gaza musste gehen. Israel hat das Visum des ägyptischstämmigen Ordensmannes nicht verlängert, bestätigt der Pfarrer. Die Gemeinde sagte, er sei Trost und Stütze in den dunkelsten Stunden in zwei Jahren Krieg gewesen. Nach Beginn des durch den Hamasangriff vom 7. Oktober 2023 ausgelösten Kriegs leitete Assad die Gaza-Gemeinde für rund sieben Monate allein, da Pfarrer Romanelli außerhalb des Gazastreifens vom Kriegsausbruch überrascht und bis Mitte Mai 2024 an der Rückreise in seine Pfarrei gehindert worden war.“
So oder ähnlich geht es auch anderen Organisationen, die bald nicht mehr in den Gazastreifen kommen können, um zu helfen.
Appell von sechs intern. Organisationen
Unter der Überschrift:
„GAZA BRAUCHT SEINE ÄRZTE: EIN DRINGENDER HUMANITÄRER APPELL“
„haben sechs internationale Organisationen noch vor Beendigung der Verhandlungen zur Freilassung der israelischen Geiseln und auf der anderen Seite der Freilassung von 250 zu lebenslanger Haft verurteilten Gefangenen Palästinensern sowie 1.700 Gefangenen Palästinensern, die nach dem 7. Oktober 2023 inhaftiert wurden, darunter Frauen und Kinder, einen dringenden Appell gestartet.“
„Seit Beginn der Kampfhandlungen im Oktober 2023 hat das israelische Militär Hunderte von wichtigen Gesundheitsfachkräften im Gazastreifen festgenommen. Die systematische Inhaftierung von medizinischem Fachpersonal ohne Anklage erfolgte in Gaza in alarmierendem Ausmaß. Die Organisation „Ärzte für Menschenrechte Israel“ hat Zeugenaussagen gesammelt, die die katastrophalen Bedingungen aufzeigen, denen inhaftierte Gesundheitsfachkräfte ausgesetzt sind, darunter Folter, Schläge, Demütigung, Hunger, Isolation von Rechtsbeistand und Haft ohne Kontakt zur Außenwelt. Diese Personen wurden ohne Anklage inhaftiert und dem Verschwindenlassen ausgesetzt, was gegen internationales Recht verstößt.“ [2]
Gesundheitssystem Gaza
„Diese Inhaftierungen haben das ohnehin schon geschwächte Gesundheitssystem Gazas schwer getroffen. Laut dem Gesundheitsministerium von Gaza wurden über 500 medizinische Fachkräfte getötet, während das verbliebene Personal mit mehr als 110.000 verletzten Zivilisten völlig überfordert ist. Das Fehlen eines funktionierenden medizinischen Evakuierungssystems verschärft das Leid der Zivilbevölkerung zusätzlich. Gazas unersetzliche Gesundheitsfachkräfte – Chirurgen, Kinderärzte, Gynäkologen, Geburtshelfer, Orthopäden und Rettungskräfte – sind lebenswichtig für die Rettung von Menschenleben und die Aufrechterhaltung der medizinischen Grundversorgung.“ [2]
Völkerrechtskonvention
„Während die Verhandlungen über einen Geisel- und Gefangenenaustausch Fortschritte machen, fordern wir die Freilassung der unrechtmäßig festgehaltenen medizinischen Fachkräfte. Ihre Freilassung ist sowohl eine humanitäre Notwendigkeit als auch eine rechtliche Verpflichtung nach dem humanitären Völkerrecht, das medizinisches Personal in bewaffneten Konflikten schützt. Wir appellieren an die Verhandlungspartner, die Freilassung derjenigen zu erreichen, die unrechtmäßig festgehalten werden und für die Rettung von Menschenleben in der anhaltenden humanitären Krise in Gaza von entscheidender Bedeutung sind.“ [2]
Diesen Appell haben sechs internationale Organisationen unterzeichnet, u.a. Physicians for Human Rights - Israel ("Ärzte für Menschenrechte Israel") - Children Not Numbers - MedGlobal - Medico International Schweiz - Human Rights Watch.
Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Resolution 217 A III) der Generalversammlung vom 10 Dezember 1948 finden Sie hier....!
Der Staat Israel hat übrigens 1950 die Völkerrechtskonvention unterzeichnet!
Völkermord in Gaza
Die Menschenrechtsorganisation Physicians for Human Rights Israel (PHRI - Ärzte für Menschenrechte Israel) hat eine Stellungnahme zu den andauernden israelischen Angriffen auf das Gesundheitssystem im Gazastreifen herrausgegeben:
„Dieser Bericht dokumentiert den israelischen Angriff als das, was er ist: eine gezielte, systematische und andauernde Zerstörung des Gesundheitssystems in Gaza – und damit der Überlebensfähigkeit der Bevölkerung.
Das bedeutet: Völkermord.
Am 13. Oktober 2023 ordnete das israelische Militär die Evakuierung von 22 Krankenhäusern in Gaza-Stadt und im nördlichen Gazastreifen an. Dieser Tag markierte den Beginn eines beispiellosen Angriffs auf das Gesundheitssystem in Gaza. In den vergangenen 22 Monaten hat Israel systematisch die medizinische Infrastruktur im gesamten Gazastreifen angegriffen und 33 von 36 Krankenhäusern und Kliniken in Gaza attackiert, um sie von Treibstoff und Wasser abzuschneiden. Mehr als 1800 medizinische Fachkräfte in Gaza wurden getötet oder inhaftiert.“ [2]
„Heute veröffentlicht PHRI ein Positionspapier, das diesen Angriff als das dokumentiert, was er ist: eine gezielte, systematische Zerstörung des Gesundheitssystems in Gaza und damit der Überlebensfähigkeit seiner Bevölkerung. Dies kommt einem Völkermord gleich. Israels Bombardierung von Krankenhäusern, die Zerstörung medizinischer Ausrüstung und die Verknappung von Medikamenten haben die medizinische Versorgung - sowohl kurz- als auch langfristig - praktisch unmöglich gemacht. Das Gesundheitssystem ist unter der Last der unerbittlichen Angriffe und der Blockade Israels zusammengebrochen.“ [2]
Den vollständigen Bericht der Menschenrechtsorganisation Physicians for Human Rights Israel (Ärzte für Menschenrechte Israel) können Sie hier nachlesen....!
„Täglich sterben Dutzende an Unterernährung. 92 Prozent der Säuglinge im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren erhalten nicht genug Nahrung. Mindestens 85 Kinder sind bereits verhungert. Israel hat neun von zehn Gaza-Bewohnern vertrieben, 92 Prozent der Häuser zerstört oder beschädigt und über eine halbe Million Kinder ohne Schule und Stabilität zurückgelassen. Es hat lebenswichtige Gesundheitsdienste - darunter Dialyse, Mütterversorgung, Krebsbehandlung und Diabetesmanagement - lahmgelegt.
Dies ist keine vorübergehende Krise. Es ist eine Strategie zur Zerstörung der lebensnotwendigen Bedingungen. Selbst wenn Israel die Offensive heute beendet, garantiert die angerichtete Zerstörung, dass vermeidbare Todesfälle - durch Hunger, Infektionen und chronische Krankheiten – noch jahrelang anhalten werden.
Dies ist kein Kollateralschaden.
Dies ist keine Begleiterscheinung des Krieges.
Es ist die systematische Schaffung unerträglicher Lebensbedingungen. Es ist die Verweigerung des Überlebens. Es ist Völkermord.“ [2]
Regierungen und internationale Organisationen müssen jetzt handeln:
- Israel zum Waffenstillstand zwingen (Trump kann und will das nicht!);
- Das Gesundheitssystem im Gazastreifen schützen und wiederherstellen;
- Die Unterstützungsmechanismen der Vereinten Nationen, internationaler Organisationen und der Palästinenser wiederherstellen;
- Den freien Warenverkehr von Hilfsgütern gewährleisten;
- Die Sicherheit des Gesundheitspersonals sicherstellen;
Appell an die Regierung von Deutschland
„Diese Maßnahmen sind entscheidend – und müssen unverzüglich ergriffen werden – um weiteres Leid zu verhindern. Die derzeitige Minimalkapazität des Gesundheitssystems hängt vollständig vom Einsatz der medizinischen Fachkräfte im Gazastreifen ab, denen dieser Bericht gewidmet ist.“ [2]
Deswegen auch mein Appell an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und im Besonderen an Bundeskanzler Friedrich Merz und an Außenminister Johann Wadephul:
Lassen Sie nicht zu, dass der Staat Israel über den Lizenzentzug, der 37 internationale Organisationen betrifft, das Gesundheitssystem in Gaza weiter verschlechtert!
Lassen Sie nicht zu, dass der Staat Israel die alleinige Kontrolle über die Verteilung von Lebensmitteln und Hilfsgütern in Gaza erhält!
Lassen Sie nicht zu, dass der Staat Israel weiterhin die Möglichkeit hat, für Verstöße gegen den Waffenstillstand (die ja auf beiden Seiten begangen werden) weiterhin die Zivilbevölkerung zu bombardieren!
Lassen Sie nicht zu, dass der Staat Israel weiterhin von Deutschland militärisch unterstützt wird bzw. das Deutschland Waffen an Israel verkauft und liefert!
Lassen Sie nicht zu, dass die Gewalt der israelischen Siedler und dem praktischen nur Zuschauen von Militär und Polizei Israels im Westjordanland dazu führt, dass die dort lebenden Palästinenser weiterhin von radikalen, rechtsextremen Israelis mit dem Tod bedroht werden und systematisch von ihrem Land vertrieben werden!
Militärstaatsanwaltschaft erhebt Anklage
Die ARD Tagesschau berichtet in einer Ausgabe vom 19.01.2026 - 17.30 Uhr:
„Palästinenser schwer verletzt
Israelische Reservisten wegen Misshandlung angeklagt“
„Fünf israelische Reservisten sollen einen palästinensischen Gefangenen schwer misshandelt haben. Nun hat sie die Militärstaatsanwaltschaft angeklagt. Kritik an Haftbedingungen für Palästinenser gibt es schon lange.
Fünf israelischen Reservisten wird die Misshandlung eines palästinensischen Gefangenen im Militärgefangenenlager Sde Teiman in der Nähe von Beerscheba (Be'er Scheva) vorgeworfen. Wie israelische Medien berichteten, hat die Militärstaatsanwaltschaft Anklage erhoben.“
„Die Festnahme der Männer hatte Ende Juli 2025 zu einem gewaltsamen Sturm rechtsextremer israelischer Aktivisten auf den Militärstützpunkt geführt. In einem anderen Fall von Misshandlung palästinensischer Gefangener wurde laut Berichten Anfang Februar dieses Jahres ein Reservist im Rahmen eines Vergleichs zu sieben Monaten Haft verurteilt.“ [3]
Zweiter Angriff auf die Islamische Republik Iran
Am Samstag, 28.02.2026 gegen 07.00 Uhr MEWZ haben israelische Kampfflugzeuge verschiedene Ziele in der Islamischen Republik Iran bombardiert. Etwa 200 Kampfflugzeuge sollen an den Angriffen beteiligt gewesen sein. Ziele waren u.a. iranische Atomanlagen in verschiedenen Städten, Rüstungsbetriebe, Militärische Objekte und das Regierungsviertel in Teheran, wobei u.a. auch die Residenz von Ajatollah Ali Chamenei getroffen wurde. Bis zum späten Abend war nicht klar, ob der Religions- und Revolutionsführer noch am Leben war. Mittlerweile - Sonntag, 1. März 2026 - hat der Iran hat den Tod von Ajatollah Ali Chamenei bestätigt.
Bei einem Angriff im Süden des Iran sei eine Mädchenschule getroffen worden, bei dem 160 Schülerinnen getötet wurden. Nach amtlichen Angaben seien etwa 200 Zivilpersonen bei den Angriffen im Iran getötet worden. Der amerikanische Diktator Trump hatte zuerst die Verantwortung der US-Streitkräfte bestritten. Laut Medien-Recherchen verdichten sich jedoch die Hinweise auf eine Verantwortung des US-Militärs.
Etwa 1 Stunde später begannen auch die USA mit Kampfhandlungen im Iran. Kampfbomber und Raketen, von den beiden Flugzeugträgern - im Mittelmeer die USS Gerald R. Ford und an der Küste des Oman die USS Abraham Lincoln - starteten im Minutentakt und griffen Ziele im Iran an. Netanyahu gab bekannt, dass dieses Vorgehen mit den Amerikanern abgesprochen war. Die Angriffe der USA und Israels erfolgten ohne Kriegserklärung und verstoßen somit gegen das Völkerrecht.
Auch die Gegenangriffe Irans werden trotz des Rechts zur Selbstverteidigung als Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht gewertet, da sie sich nicht nur gegen militärische, sondern auch gegen zivile Ziele richteten.
UN-Generalsekretär António Guterres hat die militärische Eskalation im Nahen Osten verurteilt. Die Anwendung von Gewalt durch die USA und Israel gegen Iran und die darauf folgenden Vergeltungsmaßnahmen Irans in der Region unterminierten den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit, erklärte er in New York.
Irankrise
Bundeskanzler Friedrich Merz, sowie der Außenminister Johann Wadephul und der Vizekanzler und Bundesminister der Finanzen Lars Klingbeil hatten dazu aufgerufen, eine weitere Verschärfung der militärischen Lage im Nahen Osten zu verhindern.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Iran zu einem sofortigen Ende der Militärangriffe auf Ziele in der Region aufgefordert. In einer am Abend verbreiteten Erklärung rief der Kanzler Iran "nachdrücklich dazu auf, sofort die militärischen Schläge gegen Israel* und unsere anderen Partner in der Region einzustellen". Iran müsse zudem "auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen" sowie "die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beenden".
*Anmerkung: Iran soll seine Militärschläge gegen Israel einstellen, aber Israel darf den Iran bombardieren, ohne Gegenschläge befürchten zu müssen- verstehe ich den Kanzler richtig? Auch vermisse ich eine gewisse kritische Haltung gegenüber den USA und Israel. In den USA bemängelten Kritiker, dass der Militäreinsatz ohne Zustimmung des Kongresses erfolgte, was als Verstoß gegen die Verfassung interpretiert wurde.
Nach einer Mitteilung des Auswärtigen Amtes reiste der deutsche Außenminister Wadephul in der vergangenen Woche vom 09. - 13. März 2026 nach Zypern, Israel, die Golfregion und die Türkei, um angesichts der militärischen Eskalation Solidarität mit den Ländern der Region zu zeigen. Beim Treffen mit seinem Amtskollegen Gideon Sa'ar warnte er u.a. vor einem Zerfall Irans - und erinnerte daran, auch den Gazastreifen, das Westjordanland und den Libanon nicht aus dem Blick zu verlieren. Das Treffen wird als Solidaritätsbekundung* mit den zuvor genannten Staaten bezeichnet.
Gerade der israelische Außenminister Gideon Sa'ar*, der durch den Besuch seines Kollegen Wadephul der deutschen Solidarität mit Israel versichert wurde, läßt sich nur wenige Tage später ganz tief herab und beleidigt den deutschen Botschafter Steffen Seibert:
Auf der Plattform X teilte er folgendes mit: „Botschafter Seibert findet es sehr schwierig, Angriffe gegen Israelis zu verurteilen, ohne die Palästinenser zu erwähnen. Seine Besessenheit von den in Judäa und Samaria lebenden Juden hindert ihn sogar daran, den Tod eines Juden durch einen Palästinenser zu verurteilen. Es ist gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter eintreffen wird – einer, der die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland stärken wird.“
*Anmerkung des Autors: Ein guter Diplomat ist Gideon Sa'ar sicherlich nicht- er sollte umgehend seinen Posten zur Verfügung stellen. Warum müssen wir uns solidarisch mit Israel zeigen, wenn dieser Staat zusammen mit den Vereinigten Staaten einen Krieg beginnt, dessen Ausmaß bis heute überhaupt nicht einschätzbar ist und dessen Folgen wir bereits heute zuhause spüren?
Am 22. März 2026 forderte Ministerpräsident Netanyahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad eine Beteiligung europäischer Staaten am Kampf gegen den Iran. Netanyahu wörtlich: „Weitere Länder müssen sich dem Iran-Krieg anschließen“. Und weiter: „Sie haben jetzt die Kapazität, tief nach Europa vorzudringen", sagte Netanyahu. Die Europäer sollen sich also einem Krieg anschließen, über dessen Beginn und Ausmaß, Zielsetzung wir nicht informiert wurden und dessen Ausgang bereits jetzt sehr zweifelhaft ist. Wir würden ihm mit einer Beteiligung damit ja praktisch indirekt zur Wiederwahl verhelfen?
Wir erinnern uns: Am 13. Juni 2025 begann Israel seinen Angriff gegen die Islamische Republik Iran auf weit über 100 Ziele, u.a. auch die iranischen Atomanlagen.
Weitere Informationen zum ersten Angriff auf die Islamische Republik Iran vom 13. Juni 2025 finden Sie hier....!
Spanien verurteilt Angriffe Israels und der USA auf den Iran
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte offen die Angriffe der USA und Israels und warnte, sie könnten die regionalen Spannungen verschärfen und "zu einer unsicheren und feindlichen internationalen Ordnung beitragen". Die Reaktion aus Madrid war deutlicher als die vieler anderer internationaler Politiker, die im Allgemeinen zur Zurückhaltung, zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Einhaltung des Völkerrechts aufriefen, ohne die Vereinigten Staaten oder Israel direkt zu kritisieren.
Auf der Plattform X teilte er mit:
„Wir lehnen die einseitige Militäraktion der Vereinigten Staaten und Israels ab, die eine Eskalation darstellt und zu einer unsicheren und feindlichen internationalen Ordnung beiträgt.“
Angriff auf die Demokratische Republik Libanon
Seit dem 2. März 2026 greift Israel gezielt den Libanon an- Militärflugzeuge bombardieren Ziele im Südlibanon und in Beirut - hunderttausende Menschen auf der Flucht! Auch diese Angriffe erfolgten ohne Kriegserklärung- die israelischen Streitkräfte dürfen ihre Luftangriffe bis in die Mitte der Millionenstadt Beirut führen, wo sie Waffenlager, Wohnstätten oder Kommandozentralen der Hisbollah vermuten. Die Zivilopfer - mittlerweile über 1200 Menschen - sind ihnen bei diesen illegalen Aktionen egal!
Die ARD-Tagesschau berichtet unter dem Artikel:
„Angriff der Hisbollah-Miliz Israel reagiert mit Raketen auf Beschuss aus dem Libanon“
Und weiter heißt es:
„Nicht nur in Iran eskaliert die Gewalt: Jetzt hat Israel auch Stellungen im Libanon angegriffen - Explosionen werden auch aus Vororten von Beirut gemeldet. Zuvor hatte die pro-iranische Hisbollah-Miliz Raketen auf Israel abgefeuert. Israel hat mehrere Orte im Libanon angegriffen. Die Bevölkerung in fast 50 Dörfern im Libanon wurde zur Evakuierung aufgerufen. Das Militär teilte mit, dies sei eine Reaktion auf Raketenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz. Augenzeugen berichteten von mehr als einem Dutzend Explosionen. Auch südliche Vororte der Hauptstadt Beirut wurden von Israel angegriffen.“
„Noch am Samstag hatte die libanesische Regierung mitgeteilt, der US-Botschafter habe versichert, Israel werde nicht gegen den Libanon eskalieren, solange es keine feindseligen Handlungen von libanesischer Seite gebe.“
Seit diesem Samstag, 2. März 2026, gibt es nun jeden Tag israelische Bombardements in im Südlibanon und in Beirut, bei denen auch viele Zivilisten getötet werden. Im Süden der Stadt Beirut werden ganze Straßenzüge bombardiert und in Schutt und Asche gelegt, ohne Rücksicht darauf, ob hier Mitglieder der Hisbollah leben oder Staatsbürger des Libanon- allerdings werden sie vom israelischen Militär vorgewarnt. Es wird befürchtet, dass Israel mit seinen Angriffen die nächste große Flüchtlingswelle auslöst.
Am 12.02.2026 wurde bekannt, dass Israel im Süden des Libanon mithilfe von Flugzeugen große Mengen Pflanzengift auf den Böden des Landes versprüht. Ähnliches ist bereits im Grenzgebiet zu Syrien auf den von Israel besetzten Golanhöhen geschehen. Diese Aktionen des Staates Israel wurden weltweit scharf verurteilt- leider nicht von der deutschen Bundesregierung!
Die ARD-Tageschau berichtet hierzu:
„Konflikt mit der Hisbollah - Warum Israel im Libanon Pflanzengift versprüht“
„Die israelische Armee versprüht anscheinend in hohen Konzentrationen Glyphosat im Süden des Libanon. Die Empörung dort ist groß, denn die Folgen dürften dramatisch sein. Doch was soll das bezwecken?
Handyvideos in sozialen Netzwerken zeigen, wie ein Kleinflugzeug im Tiefflug über grüne Wiesen saust und einen langen weiß-grauen Schleier hinter sich herzieht. Die Aufnahmen kommen aus dem Süden des Libanon. Das Flugzeug versprüht Chemikalien über libanesischen Feldern.“
Was ist Glyphosat?
Glyphosat ist das am häufigsten eingesetzte Totalherbizid und wird verwendet, um vor allem in der Landwirtschaft unerwünschte Kräuter und Gräser zu bekämpfen. Es lässt jede Pflanze absterben. Dadurch werden Pflanzen wie auch der Boden stark beeinträchtigt. Das Pflanzengift steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die israelische Luftwaffe sprüht aus der Luft Giftstoffe über landwirtschaftliche Flächen ab und greift damit gezielt Lebensgrundlagen an. Die dort lebenden Bauern können ihre Felder nicht mehr bestellen, was gerade jetzt zur Zeit der Aussaat sehr kritisch ist.
Im Interview mit der ARD-Tagesschau berichtet Kandice Ardiel, Sprecherin der UN-Mission UNIFIL:
„Die Armee habe angekündigt, in der Gegend entlang der "blauen Linie" zwischen Israel und Libanon eine ungiftige Substanz abzuwerfen.“
Glyphosat ist keine ungiftige Substanz, sie ist auch für Menschen gefährlich, nicht umsonst wurden zu Beginn der Aktion die in diesem Gebiet stationierten UNIFIL-Truppen von Israel gewarnt, eine gewisse Zeit ihre Kasernen nicht zu verlassen. Israel spielt die Aktion mit dem Pflanzengift bewusst herunter, um die internationalen Reaktionen auf ihr Vorgehen im Libanon auf andere Ziele zu lenken.
Die bewußte Zerstörung der der Natur und der landwirtschaftlichen Flächen durch die IDF (Israelische Streitkräfte) im Südlibanon ist weiterhin ein Verbrechen gegen die Menschlickeit (Straftatbestand im Völkerstrafrecht), die wir in den letzten Jahren unter der rechtsgerichteten Regierung von Benjamin Netanyahu sowohl in Gaza als auch in der Westbank gesehen haben. Leider nimmt die deutsche Bundesregierung diese Verbrechen nicht ernst und steht mittlerweile in Europa und großen Teilen der Welt mit ihrer fragwürdigen Haltung isoliert da.
UN-Versammlung September 2026
Auf der letzten UN-Versammlung im September 2026 trat wiedermal Netanyahu auf und ergriff das Wort. Während seiner Rede verließen die meisten Vertreter der UN-Mitglieder aus Protest den Saal und wollten einmal mehr die Lügen des israelischen Ministerpräsidenten nicht mehr hören. U.a. verteidigte er das Vorgehen der israelischen Streitkräfte in der Westbank und spielte die brutale Gewalt der israelischen Siedler herunter- es würde sich ja hier nur um wenige hundert meist jugendliche Täter handeln, die Olivenbäume fällen würden und Steine werfen.
"In seiner rund 40-minütigen Rede warf Netanjahu dem New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani, der ihn als Kriegsverbrecher bezeichnet hatte, Antisemitismus vor.
Er führte weiter aus: "An all jene, die diese Lügen über mein Land und über unsere tapferen Soldaten verbreiten, sei es in diesem Saal oder im Büro des antisemitischen Bürgermeisters von New York, sage ich: Schämen Sie sich!".
"Mamdani wies die Vorwürfe umgehend zurück. Netanjahu habe seine Rede genutzt, um "haltlose Lügen zu wiederholen, die dazu dienen sollen, seinen Völkermord an den Palästinensern reinzuwaschen", erklärte der Bürgermeister. Keine Lüge könne die Tatsache ändern, dass gegen Netanjahu ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorliege." [7]
Dokumentarfilm Naza
Am Donnerstag, 24. September 2026, kam der Dokumentarfilm NAZA in die deutschen Kinos. Hier berichten u.a. israelische Militär- und Geheimdienstangehörige über ihre Einsätze in Gaza, ihre Aufträge und die Zahl der Inkaufnahme der Tötung von Zivilisten, wenn Mitglieder der HAMAS hierbei vernichtet werden sollten. So erklärt sich wohl die hohe Zahl der seit Oktober 2023 getöteten Männer, Frauen und Kinder (man spricht inofiziell von über 100 000 Toten - nach anderer Lesart von 73 000 Toten), die unschuldig ums Leben kamen und durch das israelische System NAZA ihr Leben verloren.
NAZA ist ein Dokumentarfilm von Yuval Abraham und Rachel Szor aus dem Jahr 2026. In anonymisierten Interviews enthüllen israelische Militärangehörige und Geheimdienstler die KI-gestützten Systeme, Strategien und Vorgehensweisen, die zu einer hohen Zahl ziviler palästinensischer Todesopfer und zu weitflächigen Zerstörungen im Gazastreifen führten. Die britische Produktion entstand in Zusammenarbeit mit der Tageszeitung The Guardian. Jonathan Glazer trat als Executive Producer auf. Der Titel geht auf ein hebräisches Militärkürzel für „Kollateralschaden“ zurück.
NAZA wurde im September 2026 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig uraufgeführt und gewann dort den Sonderpreis der Jury. Bereits im letzten Jahr hatte der Film „Die Stimme von Hind Rajab“ für große Aufmerksamkeit bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig gesorgt- er wurde zwar dort nicht ausgezeichnet, aber er erhielt 20 bis 24-minütige Standing Ovation der Besucher des Films bei der Erstaufführung in Venedig. Er erzählt die wahre Geschichte eines fünfjährigen Mädchens, das im Jahr 2024 nach einem Beschuss der Israelis in Gaza allein über Notrufe um Hilfe bittet. Der Film enthält Originalaudioaufnahmen und verbindet sich mit Spielszenen zu einem Appell an die Menschlichkeit. Regie führt die tunesische Filmregisseurin und Drehbuchautorin Kaouther Ben Hania. Sie studierte Film an der Ecole des Arts et du Cinéma in Tunis und hiernach an der Fémis und an der Sorbonne in Paris.
Zurück zum Dokumentarfilm NAZA: Die israelische Regierung warf dem Regisseurduo Landesverrat vor und kündigte an, man wolle den beiden die Staatsbürgerschaft entziehen. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) erklärten, der Film vermittle „ein verzerrtes, irreführendes und unrealistisches Bild der Zielplanung und der Angriffsverfahren der IDF“. Der Film kam Ende September 2026 in die Kinos und erhielt international überwiegend positive Rezensionen. Gegen Ende November 2026 soll er zum kostenlosen Streamen auf der Guardian-Webseite verfügbar gemacht werden.
Regisseur Yuval Abraham erklärte bei der Pressekonferenz anlässlich der Filmpremiere in Venedig, wenn auch das Geschehen in Gaza nicht dasselbe sei wie der Holocaust, es gebe ein gemeinsames Element – das der Entmenschlichung. Dies solle der Film zeigen. [8]
Friedensnobelpreis an Navy Pillay
Der Friedensnobelpreis 2026 soll an die südafrikanische Juristin Navi Pillay verliehen werden. Dieser internationale Friedenspreis wurde gemäß dem Testament Alfred Nobels gestiftet; die Bekanntgabe erfolgte am 9. Oktober 2026 durch das Norwegische Nobelkomitee in Oslo (Norwegen), und die Verleihung findet am 10. Dezember 2026 statt.
Weitere Kandidaten waren 208 Einzelpersonen und 79 Organisationen, die für den Friedensnobelpreis nominiert wurden. Während das Norwegische Nobelkomitee strikte Geheimhaltung wahrt, machen einzelne Nominierende ihre Vorschläge bisweilen öffentlich – sei es, um auf sich selbst oder auf ihren bevorzugten Kandidaten aufmerksam zu machen.
Ergänzend dazu erinnere ich an die peinliche Anbiederung des Preises 2025 an Donald Trump durch die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado- sicherlich eine Fehlentscheidung des Nobelkomitees.
Heute, am 10.10.2026, jährt sich die Bekanntgabe des Friedensplans für Gaza durch Donald Trump, der eigentlich wie immer mal wieder den Mund zu voll genommen hatte, was sich leider heute als sehr schmerzlich für die dort lebende Bevölkerung erweist. Immer noch sind Hunger und Wassermangel dort nicht behoben- es starben in der Zeit mehr als 1000 Menschen durch Angriffe des israelischen Militärs (IDF). Die beiden US-Sondergesandten Milliardär Steve Witkoff und der Schwiegersohn Trumps Jared Kushner - beide Juden - haben hier nichts erreicht- wie auch nicht bei den Verhandlungen in der Ukraine und Russland.
Der amerikanische Despot und Diktator Donald Trump - ein Busenfreund Benjamin Netanyahus - war auch unter den Nominierten, vorgeschlagen u.a. von einer glühenden Anhängerin Trumps, Mrs. Claudia Tenney, einer Vertreterin der Republikaner im Repräsentantenhaus.
U.a. glänzte sie mit den Forderungen im Juni 2024 "von Gouverneurin Kathy Hochul, dass sie Donald Trump in der Strafsache New York v. Trump begnadige." Dies war ein Strafverfahren gegen Donald Trump wegen des Vorwurfs der Verfälschungen von Geschäftsunterlagen im Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an die ehemalige Pornodarstellerin Stormy Daniels im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in den USA 2016 vor dem New York Supreme Court.
Am 30. Mai 2024 wurde der Angeklagte Donald Trump durch die Jury in allen 34 Anklagepunkten für schuldig befunden!
2025 brachte Tenney einen Gesetzentwurf ein, den Geburtstag Donald Trumps zu einem bundesweiten gesetzlichen Feiertag zu machen, und ihn so als „Begründer des Goldenen Zeitalters von Amerika zu würdigen.“ 2026 war sie eine Unterstützerin für die Nominierung Trumps für den Friedensnobelpreis.
Ich hoffe, dass Netanyahu die kommende Wahl Ende Oktober in Israel nicht gewinnt und er zur Verantwortung gezogen wird hinsichtlich des Völkermordvorwurfs in Gaza und weiterhin hoffe ich auf eine Verurteilung durch Gerichte in Israel wegen den Korruptionsvorwürfen, die seit 2021 auf ihm und seiner Frau Sarah lasten.
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse erhielt der jüdisch-stämmige französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Der Preis wurde in der Frankfurter Paulskirche übergeben.
"In seiner Rede warf er Deutschland wörtlich „unanständiges Schweigen“ im Umgang mit Israel vor. Völkerrechtsverletzungen müssten klar benannt werden – gerade unter Freunden. Das sei nicht antisemitisch, und nicht anti-israelisch – es sei die Wahrheit, sagte der Preisträger, der Nachfahre von Holocaustüberlebenden ist. Er sprach sich außerdem für mehr Unterstützung für die Ukraine aus. Sands ist Professor in London und arbeitet als Menschenrechtsanwalt am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels würdigte ihn als engagierten Humanisten. Sands trete trotz wachsender Widerstände unermüdlich für Menschenrechte ein und ringe um Gerechtigkeit und Verständigung, hieß es in der Begründung des Stiftungsrats. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Der Börsenverein vergibt den Preis seit 1950." [9]
Philippe Sands ist außerdem ein Verfechter der Verankerung des Ökozids im internationalen Strafrecht, um einzelne Personen für schwere Umweltschäden verantwortlich machen zu können.
Der Spiegel titelt in seiner Überschrift: "Friedenspreisträger Philippe Sands kritisiert Deutschlands "lautes Schweigen" zum Vorgehen Israels in Gaza."
Die Stimmen unseres Bundeskanzlers Merz und unseres Außenministers Wadepuhl hinsichtlich des Völkermords in Gaza durch das israelische Militär (IDF) unter der Leitung der rechtsextremen Regierung von Benjamin Netanyahu sind zu leise und werden auf israelischer Seite nicht wahrgenommen und lediglich belächelt. Internationale Partner Deutschland schütteln verständnislos den Kopf und fordern unser Land auf, endlich die Widerstände gegen die Sanktionen Israel betreffend aufzugeben.
Ich fordere die deutsche Regierung auf, unverzüglich ein deutliches Zeichen gegen die anhaltende Apartheid, den Genozid und die Völkerrechtsverletzung in Gaza durch Israel zu setzten. Friedrich Merz rufe ich auf, handeln sie endlich, anstatt Israel weiterhin unsere Unterstützung zuzusichern- aus welchen Gründen auch immer.
Quellennachweis:
1.: ARD-Tagesschau - Hilfsorganisationen kritisieren fehlenden Gaza-Zugang - Bericht von Bettina Meier, ARD Tel Aviv, vom 11.01.2026 - 02.42 Uhr!
2.: Genocid in Gaza - Veröffentlichung der Menschenrechtsorganisation Physicians for Human Rights - Israel vom 28.07.2025 - eine Analyse des Gesundheitssystems in Gaza angesichts des Völkermords im Gazastreifen!
3.: Israelische Reservisten wegen Misshandlung angeklagt - Bericht der Tagesschau vom 19.02.2025 17:30 Uhr - Informationen von Jan-Christoph Kitzler, Tel Aviv!
4.: Ethnische Vertreibung im Westjordanland - Bericht der Menschrechtsorganisation B'Tselem vom 8. Januar 2026 auf Instagram!
5.: Die ARD-Tageschau berichtete am 12.02.2026: „Klöckner im Gazastreifen Große Kritik nach kleinem Besuch“ - von Jan-Christoph Kitzler, ARD Tel Aviv - Stand: 12.02.2026 14:04 Uhr!
6.: Die ARD-Tagesschau berichtet am Montag, 2. März 2026 (04.54 Uhr): Angriff der Hisbollah-Miliz - Israel reagiert mit Raketen auf Beschuss aus dem Libanon - Zuletzt abgerufen am 7. März 2026!
7.: PolitikNahost - Netanjahu nutzt UN-Bühne für scharfe Abrechnung - Deutsche Welle vom 25.09.2026!
8.: NAZA (Film) heißt ein Artikel in der Wikipedia, zuletzt aufgerufen am 02.10.2026!
9.: Philipp Sands erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels - abgerufen am 11.10.2026 - Deutschlandfunk Kultur!
Die Fotos aus der Wikimedia Commons "Eyecatcher: Brände in Israel und im Gazastreifen - 7. Oktober 2023 (Rauch über Gaza) - enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten (2023) - Autor: Pierre Markuse" - "Blick von außen auf das israelische Gefangenenlager Ktzi'ot in der Negev-Wüste, 2007 - Autor: Josua I" - "...eine örtliche Suppenküche verteilt im Juni 2024 in Deir al-Balah eine warme Mahlzeit an Palästinenser; ...eine ältere palästinensische Frau sitzt auf den Trümmern ihres Hauses, das durch israelische Bombardierungen zerstört wurde (Sommer 2024); (2 Fotos) - Autor: Ashraf Amra – UNRWA: Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten" - "Bombentrichter in einer Straße in Rafah (24. Juli 2025) - Autor: RafahKid Kid from Rafah, Palestine" - "Eleanor Roosevelt mit einem Ausdruck der Universal Declaration of Human Rights, November 1949 - Autor: FDR Presidential Library & Museum" - "Merz auf einer Versammlung der Europäischen Volkspartei im Jahr 2023 - Autor: European People's Party - EPP Political Assembly, 04-05 May, Munich" - "Israelische Luftwaffe während eines Einsatzes im Kontext des Krieges im Iran, Juni 2025 - Autor: IDF Spokesperson's Unit" - "Friedrich Merz auf dem EPP Congress Bukarest 2024 - Autor: European People's Party" - "Zweiter Libanonkrieg - die israelischen Streitkräfte (IDF) griffen aus der Luft einen Stützpunkt der Terrororganisation Hisbollah an - Autor: IDF Spokesperson's Unit" - "Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte auf der Burg Beaufort im Libanon (2026) - Autor: Alfey Ben Yaakov/ IDF Spokesperson's Unit" sind lizenziert unter der Creative Commons "Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported" Lizenz.
Die Fotos aus der Wikimedia Commons "Luftaufnahme von vertriebenen Palästinensern, die im nördlichen Nuseirat auf ihre Rückkehr in ihre Häuser im Gazastreifen warten - Autor: Ashraf Amra – Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten" - "Konstituierung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie des 21. Deutschen Bundestages durch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (2025) - Autor: Tobias Koch, Deutscher Bundestag" - "Zerstörung der Lebensgrundlagen im Gazastreifen - Ruinen von Beit Lahia; Zerstörung im Gazastreifen; Zeltlager an der Küste des Gazastreifens; Zerstörtes Gebäude des Al-Schifa-Krankenhauses; (4 Fotos) - Autor: Jaber Jehad Badwan" - "Ajatollah Ali Khamenei - Autor: Khamenei.ir" - "Protestbanner gegen den Einsatz von Glyphosat im deutschen Weinort Bremm, Mosel - Autor: Stephan Tournay" - "Die Regisseure Rachel Szor und Yuval Abraham bei den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig (Italien) anlässlich des Films NAZA - Autor: LucaFazPhoto" - "Zerstörtes Haus im Gazastreifen - Originaltitel: "The home of the Kware' family, after it was bombed by the military, while family members and neighbors were present inside the house and in its vicinity." - Autor: Muhammad Sabah and B'Tselem" - "Gerichtsgebäude, in dem Trumps Prozess stattfand - im Vordergrund der Collect Pond Park - Autor: SWinxy" - "Philippe Sands auf der Frankfurter Buchmesse 2026 - Autor: Harald Krichel / WikiPortraits" stehen unter der Crative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0) Lizenz.