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Via Dolorosa

Jerusalem - Via Dolorosa

Geißelungskapelle der Franziskaner - II. Station - Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern.

Überblick

Jerusalem - Muslimisches Viertel

Stephanstor



Die Via Dolorosa ist die bekannteste Straße in Jerusalem. Der Name kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet "schmerzhafter Weg, Leidensweg". Sie führt durch die Altstadt von Jerusalem und beginnt am Löwentor, das auch als Stephanstor bekannt ist, weil hier die Steinigung des Märtyrers in Gegenwart eines gewißen Saulus aus Tarsus erfolgte. Von hier kommt man nach wenigen Metern zur Geißelungskapelle der Franziskaner und weiter führt die Straße bis zur Grabeskirche, die an jenem Ort stehen soll, wo Jesus ins Grab gelegt wurde.

Route

Jerusalem - Via Dolorosa

Via Dolorosa - Polnische Kapelle beim armenisch-katholischen Patriarchat - III: Station - Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz.


Die Straße (Via Dolorosa) ist heute im östlichen Teil eine Altstadtstraße (Löwentorstraße), während der westliche Teil durch verwinkelte Gässchen zwischen den alten Häusern führt, teilweise mit Bogengängen überdeckt, teilweise durch Treppen unterbrochen. Dazwischen verläuft eine Route über die Al-Wad-Straße, die vom Damaskustor zum Dungtor (Klagemauer) führt. Nach der Überlieferung ist die Via Dolorosa jene Straße, die zur Zeit des Todes von Jesus vom Amtssitz des römischen Statthalters Pontius Pilatus zur Hinrichtungsstätte am Hügel Golgotha führte. Allerdings sind diese Orte historisch nicht eindeutig bestimmbar.

Kreuzweg - 14 Stationen

Jerusalem - Via Dolorosa

Via Dolorosa - Hof der muslimischen Mädchenschule Omariya - I. Station - Jesus wird zum Tode verurteilt.


Diesen Weg musste Jesus vor seiner Kreuzigung zurücklegen, wobei er auf einem Großteil der Strecke das Kreuz selbst tragen musste. Daher ist die Straße heute als Kreuzweg ausgestaltet. Von den 14 Stationen des Kreuzweges befinden sich aber nur acht auf der Via Dolorosa selbst. Die neunte befindet sich auf dem Dach der Grabeskirche, die letzten fünf darin. Da sich sowohl der Straßenverlauf als auch das Niveau der Stadt über die letzten 2000 Jahre stark verändert haben, muss dieser Weg mehr als Verbindung von Gedenkstätten als eine Wanderung in Jesu Fußstapfen gesehen werden.

Jerusalem - Grabeskirche

Ädikula über dem Grab Christi - XIV. Station - der Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt


Seit der Zeit um 1600 wurden Kreuzwege mit 14 bebilderten Stationen errichtet. Sie zeigten den Weg Jesu von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zur Kreuzigung und Grablegung. Als 15. Station diente die jeweilige Kirche als Abbild der Grabeskirche von Jerusalem. Diese Form geht auf den Franziskaner Leonhard von Porto Maurizio zurück. Papst Clemens XII. erkannte im Jahr 1731 mit seinem Breve Unterweisungen über die Art, wie man den Kreuzweg abhalten soll diese Form des Kreuzwegs als kanonisch an und bedachte ihn mit Ablässen.

Tradition des Kreuzwegs

Jerusalem - Altstadt

Via Dolorosa - Station V. - Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen.


An vielen Franzikanerklöstern entstanden nun Kreuzwege nach diesem Modell, so etwa der Kapellenkreuzweg Kloster Altstadt. In seinem letzten Lebensjahr baute Leonhard von Porto Maurizio mit päpstlicher Erlaubnis Kapellen mit den vierzehn Kreuzwegstationen in die Arena des Kolosseums ein, was die bis heute begangene Tradition des Kreuzwegs an diesem Ort begründete.

Stationen


* I. Hof der muslimischen Mädchenschule Omariya an der Stelle, wo sich früher die römische Festung "Antonia" befand
* II. Franziskanerkapelle der Verurteilung und Kapelle der Geißelung
* III. Polnische Kapelle beim armenisch-katholischen Patriarchat gegenüber dem Österreichischen Hospiz
* IV. Armenisch-katholische Kapelle zwischen Geschäften in der Al-Wad-Straße
* V. Oratorium der Franziskaner an der Kreuzung Al-Wad-Straße/Via dolorosa
* VI. Französische Veronikakirche und Kloster der kleinen Schwestern Jesu in der Via dolorosa
* VII. Kapelle der Franziskaner an der Kreuzung Via dolorosa/Suuq Khan e-Zeit
* VIII. Markierungskreuz in der Wand des griechischen Klosters an der Rückseite der Grabeskirche in der El-Khanqa-Straße
* IX. Dach der Grabeskirche, vorbei am koptischen Patriarchat
* X. Kapelle der Kleiderverteilung neben dem zugemauerten Eingang zur Grabeskirche
* XI. römisch-katholische Kapelle neben der Kreuzigungsstelle auf Golgotha in der Grabeskirche
* XII. Ein Loch unter dem griechisch-orthodoxen Altar bezeichnet die Stelle, in der das Kreuz Jesu stand
* XIII. Salbungsstein im Bereich des Eingangs der Grabeskirche
* XIV. das Heilige Grab in der Grabeskirche
* (XV. römisch-katholische Auferstehungskapelle)

Quellenangabe:


Der Text zur Geschichte der Via Dolorosa in Jerusalem basiert auf dem Artikel Via Dolorosa (Stand vom 18.01.2009) und stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.



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