- Anzeige -

Wüste Zin

Wüste Zin - Negev

Wüste Zin




Wüste Zin

Wüste Zin - Negev

Rastplatz in der Wüste Zin



Die Wüste Zin ist eine Steinwüste im Negev im heutigen Israel. Entwässert wird dieses Gebiet in Richtung des Toten Meeres durch den Nachal (Nahal) Zin („Bach Zin“), der nur zeitweise Wasser führt. Das Gebiet der Wüste Zin ist kaum besiedelt. In der Gegend gibt es allerdings Phosphatvorkommen, die rund um den En Zin (Berg Zin) intensiv abgebaut werden. Für den Abtransport sind gesonderte, für den öffentlichen Verkehr gesperrte Pisten angelegt. Im Südosten, direkt unterhalb des Berges, dessen zwei Gipfel durch einen schmalen scharfen Grat verbunden sind, befindet sich ein großes Steinfeld, das in einem Reiseführer so beschrieben wird: "Sde HaBulbosim" a field of round rocks that look like giant potatoes.

Nahal Zin

Wüste Zin - Negev

Ansicht in östlicher Richtung des Wadi Zin (Nahal Zin) - Bildquelle: Wikipedia - Autor: gugganij - Lizenz s.u.


Am Oberlauf des Nachal Zin (Nahal Zin) befinden sich außerdem die Quellen von En Avdat und der Kibbuz Sede Boker, in dessen Nähe David Ben Gurion begraben ist. Die Wüste Zin wird in der Bibel mehrfach erwähnt; das dort gemeinte Gebiet erstreckt sich allerdings erheblich weiter nach Westen. So soll Moses auf der Wanderung durch die Wüste Zin mit seinem Stock gegen einen Felsen geschlagen haben, aus dem dann Wasser für das durstige Volk floss (4. Buch Mose 20). Nach der Landnahme durch die Israeliten erhielt der Stamm Juda ein Gebiet, dessen Südgrenze in der Wüste Zin lag (Buch Josua 15,1).


Negev

Wachturm am Ramon Krater - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Das Wadi Zin (Nahal Zin) ist etwa 120 Kilometer lang und auch das größte Wadi im gesamten Negev-Gebiet und zieht sich bis zum Nordende des Machtesch Ramon Kraters. Im Wadi Zin findet man viel Kalkstein, der an einigen Stellen mit braun-schwarzen Schichten aus Feuerstein durchsetzt ist, der die Erosion des Kalksteins deutlich verlangsamt. Einst war dieses Wadi die südliche Grenze des Landes Kanaan, in das die Israeliten bei ihrem jahrelangen Marsch durch die Wüste ziehen wollten bzw. das ihnen versprochen war.


Ein Avdat

Ein Avdat - Negev

Canyon von Ein Avdat - Bildquelle: Wikipedia - Autor: gugganij - Lizenz s.u.


Ein Avdat oder auch Ein Ovdat ist eine Schlucht in der Negev-Wüste von Israel und liegt südlich des Kibbuz Sde Boker. Der Canyon Ein Avdat ist ein Teil des Nahal Zin, das größte Wadi (Trockenfluss) im Negev. Seit tausenden von Jahren ist diese Gegend ein Anziehungspunkt für umherziehende Nomaden wegen seiner üppigen Fauna und Flora in der Mitte der Wüste. Das Alter des Canyons und seiner Umgebung wird auf 80 000 - 90 000 Jahre geschätzt. Schon sehr früh ließen sich Menschen hier nieder. Die blühende Umwelt wird durch das Wasser der zahlreichen Quellen, die den Canyon in südlicher Richtung durchfließen, begünstigt. Der kleine Flusslauf wird von einer Reihen von Wasserfällen unterbrochen, von denen der größte etwa 41 Meter hoch ist.



Zin River, Negev, Israel(3)
Nahal Zin oder Wadi Zin im Negevgebiet, Südisrael - eingebunden über Wikimedia Commons


Nabatäer

Ein Avdat - Negev

Ein Avdat - Bildquelle: Wikipedia - Autor: gugganij - Lizenz s.u.


Ein Ma'arif ist die südlichste Quelle und in ihrer Nähe liegen die Reste eines byzantinischen Forts, welches die Aufgabe hatte, die Quelle und die landwirtschaftliche Ansiedlung zu schützen. Die Hauptquelle von Ein Avdat ist bis heute nicht lokalisiert. Rund um die Quellen wachsen Pflanzen, die den Salzgehalt des Wassers vertragen. In diesem Gebiet lebten einst u.a. die Nabatäer und später auch christliche Mönche, die ihre Klausen in die Felsen (Kalkstein) des Canyons gruben. Im 6. Jahrhundert n. Chr. lebte auch eine Anzahl von Mönchen in der Nähe der Nabatäerstadt Avdat. Die Schlucht zieht wegen ihrer üppigen Vegetation auch zahlreiche Arten von Tieren an, wie z. B. Steinböcke (Ibex), Insekten, Amphibien, Frösche und zahlreiche Vogelarten- u.a. auch die Nachtigall.


Sede Boker

Midreshet Ben-Gurion - Negev

Midreshet Ben-Gurion - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Sede Boker, auch Sde Boker - Feld der Hirten genannt - ist ein Kibbuz im zentralen Negev. Es liegt im Wüstengebiet Zin etwa 50 Kilometer südlich von Beerscheba an der Straße nach Mitzpe Ramon. Der Kibbuz Sede Boker gehört zu den bekanntesten überhaupt. Das liegt daran, dass hier der israelische Staatsgründer und frühere Ministerpräsident David Ben Gurion ein Haus hatte; sein Grab liegt erwa 3 Kilometer südlich des Kibbuz bei der "Ben-Gurion-Akademie" (Midreschet Ben Gurion). Diese von Ben Gurion gegründete „Negev-Hochschule“ beschäftigt sich vor allem mit der Frage nach der Nutzung und Entwicklung von Wüstengebieten. Sie bildet einen Teil der Ben-Gurion-Universität des Negev in Beerscheba. Midreschet Ben Gurion gilt allerdings als eigenständige Ortschaft.


Gründung

Sede Boker - Negev

Grab von Paula und David Ben Gurion - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Volland - Lizenz s.u.


Sede Boker wurde am 15. Mai 1952 von ehemaligen Soldaten gegründet. Ben Gurion trat im Folgejahr in den Kibbuz ein, nachdem er sein Amt niedergelegt hatte. Hinter Ben Gurions Entscheidung, sich dem Wüstenkibbuz anzuschließen, stand der zionistische Traum, „die Wüste zum Blühen“ zu bringen. Vor allem nach der israelischen Staatsgründung im Mai 1948 entstanden eine ganze Reihe solcher Siedlungen, durch die gezielt die Wüste landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden sollte. Nach wenigen Monaten ging Ben Gurion jedoch zunächst wieder in die Politik und zog sich erst 1963 endgültig nach Sede Boker zurück, wo er 1973 starb.


Sede Boker - Negev

Sede Boker - Ehemaliges Wohnhaus von David Ben Gurion - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Der Kibbuz Sde Boker lebt heute unter anderem von der Landwirtschaft (Weinbau, Anbau von Früchten, Hühnerzucht). Außerdem betreibt er eine Fabrik für Klebebänder. Wichtigste touristische Sehenswürdigkeiten der Umgebung sind die nabatäische Ruinenstadt Avdat und die Oasen von Ein Avdat und Ein Aqev. Auf der Website des Kibbuz finden Sie weitere Informationen zu den Weinsorten und zur Qualität dieser Produkte - www.sdebokerwinery.com.


Quellennachweis:


Die Informationen zur Wüste Zin basieren auf dem Artikel Zin (Wüste) (Stand vom 30.09.2008) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Informationen zum Negevort Sede Boker basieren auf dem Artikel Sede Boker (Stand vom 22.09.2008) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen mit den Fotos "Midreshet Ben-Gurion; Nahal Zin, Ramon Crater, Ein Avdat" - "Grab von Paula und David Ben Gurion - Autor: Volland" - "Nahal Zin East, Ein Avdat Springs und Wadi Zin Ein Avdat" - Autor: gugganij"" unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotodateien sind lizensiert unter der Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5 Lizenz.


Fotos Negev - Wüste Zin





Avdat Stadt Rom Vatikanstaat Bethlehem Banyas Apostel Paulus Tel Aviv Jaffa Megiddo Tempelberg und Felsendom Nord-Israel Altstadt von Jerusalem Dominus Flevit Jüdisches Viertel Synagoge Korazim Via Dolorosa Taba Insel Rhodos Kirche der Franziskaner Klagemauer Wüste Zin Aqaba Kirche des Heiligen Grabes Armenisches Viertel Kapernaum Khirbet el Mafjir Umgebung von Bethlehem Höhlen von Qumran Eilat Caesarea Christliches Viertel Ephesus St. Peter in Gallicantu Tel Dan Aschkelon


-Anzeige-