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Aschkelon

Aschkelon

...moderne Stadt Aschkelon - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)




Überblick

Aschkelon

Synagoge - Foto: Wikipedia - Autor: Ori~ - Lizenz: s.u.



Die Stadt Aschkelon (arabisch: ʿAsqalān, lateinisch: Ascalon) befindet sich im Südwestbereich des Staates Israel und besitzt seit der letzten Volkszählung im Jahr 2011 etwa 117.000 Einwohner. Sie liegt nördlich von Gaza-Stadt an der südöstlichen Mittelmeerküste. Das Zentrum des heutigen Aschkelon ist der Stadtteil Afridar. Die Stadt besitzt einen ausgedehnten Sandstrand. Am südlichen Stadtrand befindet sich am Meer ein archäologischer Park mit den Ruinen der antiken Siedlungen. Aschkelon war von der Mittleren Bronzezeit bis ins Mittelalter eine wichtige Handelsstadt und ein wichtiger befestigter Platz an den Verkehrswegen zwischen Ägypten und Palästina.




Aschkelon

Ashkelon Academic College - Foto: Wikipedia - Autor: Ori~ - Lizenz: s.u.


Es gibt in Aschkelon aber auch noch ältere Funde, etwa aus der Steinzeit. Nach den Kreuzzügen versank der Ort in Bedeutungslosigkeit. Das arabische Dorf al-Majdal wurde von Historikern und Besuchern bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts erwähnt. Die Siedlung- nun unter der Herrschaft der Osmanen - erscheint im Jahr 1596 in deren Aufzeichnungen als ein großes Dorf mit 559 moslemischen Haushalten. Seit 1948 bestand in Aschkelon ein Auffanglager für jüdische Neueinwanderer. 1955 wurde das vormals arabische Dorf al-Majdal eingemeindet. Am südlichen Stadtrand befindet sich am Meer ein archäologischer Park mit den Ruinen der antiken Siedlungen. 1985 begann Lawrence Stager von der Harvard-Universität mit archäologischen Ausgrabungen im antiken Aschkelon.


Aschkelon

Ashqelon Railway Station - Foto: Wikipedia - Autor: Eden1996 - Lizenz: s.u.


Um Aschkelon zu fördern, erhielt es den Status einer Entwicklungsstadt. In Aschkelon steht die zurzeit (2006) größte Umkehrosmoseanlage der Welt. Sie speist pro Tag 370.000 Kubikmeter entsalztes Meerwasser in das israelische Trinkwassernetz ein. Dies entspricht 6 bis 7 % des gesamten israelischen Süßwasserbedarfs oder 15 % des Trinkwasserbedarfs. Ein weiterer Ausbau der Anlage ist geplant. Das bei Aschkelon stehende Kraftwerk Rutenberg versorgt die Region, einschließlich des Gazastreifens, mit Elektrizität. Die Stadt ist an das Netz der Israel Railways angebunden. Nach Norden führen Verbindungen nach Tel Aviv und Lod, nach Süden die Bahnstrecke Aschkelon–Be’er Scheva und eine nur von Güterzügen befahrene Strecke nach Kirjat Gat.


Aschkelon - National Park

Römischer Sarkophag in Aschkelon - Foto: Wikipedia - Autor: Avishai Teicher via the PikiWiki - Israel free image collection project - Lizenz: s.u.


Aschkelon ist eine der ältesten Städte der Welt und bietet auch heute noch viele Sehenswürdigkeiten aus der reichen Geschichte dieses Ortes. Alles ist nah beieinander- seltene antike Stätten und grüne landwirtschaftliche Flächen, die sich bis zum Horizont erstrecken. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat Aschkelon mehr als 40.000 neue Einwohner aufgenommen, darunter auch junge Familien, die vom Charme und der Lebensqualität der Stadt begeistert sind. Viele neue Wohnungen sind entstanden, neue Parks und Schulen wurden errichtet und auch viele neue Arbeitsplätze sind hier entstanden. Aschkelon wird mehrfach in der Bibel erwähnt, z. B. im Buch Amos 1,8, wo ihr der Prophet die Zerstörung androht:

„Ich vernichte den Herrscher von Aschdod / und den Zepterträger von Aschkelon. Dann wende ich meine Hand gegen Ekron / und der Rest der Philister wird verschwinden, / spricht der Herr“.



Ashkelon – The Canaanite city gate (1)

Aschkelon National Park - Umgebung des kanaanäischen Stadttors in Aschkelon - eingebunden über Wikimedia Commons

Geschichte

Aschkelon

Gebäude im ehem. arabischen Dorf al-Majdal - Beit Amidim - Foto: Wikipedia - Autor: PMATAS - Lizenz: s.u.


Bis 1948 lebten hier die arabischen Bewohner des Ortes al-Majdal auch al-Majdal Asqalan, ein palästinensisches Dorf, das nach dem Unabhängigkeitskrieg 1948 entvölkert wurde. Am 4. November 1948, kurz nach dem Rückzug der ägyptischen Armee, verließ der Großteil der ehemals 11.498 Einwohner des Dorfes al-Majdal ihre Heimat, der Rest wartete die weiteren Ereignisse ab. Ein Teil von ihnen lebt heute im Gaza-Streifen, dessen nördliche Grenze nur etwa 6 Kilometer vom südlichen Bereich der Stadt Aschkelon entfernt liegt. Wer aufmerksam durch dieses Viertel läuft - heute ein Stadtteil von Aschkelon - trifft auf einige Gebäude aus dieser vergangenen Epoche, u.a. auch auf das Haus, indem sich das Khan Museum befindet.


Aschkelon

Blick auf al-Majdal (um 1900), der Vorgängerort des heutigen Aschkelon - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Dieses alte arabische Gästehaus beherbergt heute das historische Museum der Stadt Aschkelon. Eine Zusammenstellung archäologischer Funde aus dem Stadtgebiet präsentieren die 5000-jährige Geschichte der Stadt. Neben dem Gebäude des Khan befindet sich die Moschee des einstigen arabischen Dorfes. Aschkelon besaß damals den ältesten und größten Seehafen nördlich von Gaza und südlich von Jaffa (Yafa) der sogenannten „fünf Städte“ von Kanaan, die man als „Pentapolis“ bezeichnete. Als Pentapolis der Philister wird eine politische und ökonomische Allianz aus fünf philistischen Stadtstaaten in der Küste von Palästina bezeichnet. Dazu gehörten die Städte Aschdod, Gaza, Aschkelon, Gat und Ekron. Diese Städte wurden jeweils von eigenen Fürsten regiert.


Fünfstädtebund

Pentapolis

Fünfstädtebund der Philister - Grafik: Wikipedia (gemeinfrei)


Als Fünfstädtebund wurde die Gruppe entsprechend der biblischen Zusammenfassung in 1 Sam 6,17 EU aufgefasst, wo in Zusammenhang mit der von den Philistern geraubten Bundeslade von den fünf Städten und den fünf Fürsten die Rede ist, die als Sühnegeschenke der mit Beulenpest geschlagenen Philisterstädte goldene Beulen und goldene Mäuse übergeben. In 1 Sam 5 EU werden als Aufstellungsorte der Lade Aschdod, Gat und Ekron genannt. Im Laufe seiner Geschichte wurde diese Stätte von den alten Ägyptern, den Kanaanitern, den Philistern, den Assyrern, den Babyloniern, den Griechen, den Phöniziern, den Hasmonäern, den Römern, den Persern, den Arabern und den Kreuzfahrern beherrscht.


Aschkelon

Platz vor dem Sey'd Hussein Shrine in Aschkelon (1943) - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Mamelucken zerstörten diesen Ort nach dem Zusammenbruch des Kreuzfahrerreiches im Jahr 1270. Das arabische Dorf al-Majdal Asqalan wurde wenige Kilometer landeinwärts von den antiken Stätten entfernt gegründet. Bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts berichten Historiker und Besucher über diesen Ort. In der osmanischen Epoche erscheint das Dorf in den Aufzeichnungen der türkischen Verwaltung. Im Jahr 1918 wurde das Dorf von den Briten besetzt, die zuvor im November 1917 Jerusalem eroberten und damit die Herrschaft der Osmanen beendeten. 1920 wird das Dorf Teil des britischen Mandatsgebietes Palästina.


Flucht und Vertreibung

Aschkelon

Denkmal für die ägyptischen Soldaten, die 1948 in der Schlacht von Al-Falouja fielen - Foto: Wikipedia - Autor: Hanay - Lizenz: s.u.


Am Vorabend des arabisch-israelischen Krieges von 1948 besaß al-Majdal über 11.000 palästinensische Einwohner und im Oktober 1948 beherbergte das Dorf zusätzlich tausende Flüchtlinge aus den nahe gelegenen Dörfern. Das Dorf al-Majdal war die vorderste Front des ägyptischen Militärkorps, dessen Sitz in Gaza lag. Das palästinensische Dorf wurde am 5. November 1948 von den israelischen Streitkräften erobert. Die größte Teil der der arabischen Bevölkerung konnte fliehen, etwa 2.700 Einwohner waren geblieben, von denen etwa 500 Personen im Dezember 1948 von israelischen Soldaten deportiert wurden. Die neuen, nun jüdischen Bewohner, nannten die verlassenen Bereiche Migdal Gaza, Migdal Gad und Migdal Aschkelon. Die meisten der noch verbliebenen Araber wurden bis 1950 vertrieben [1].


Beit Amidim

Aschkelon

Beit Amidim, ein Gebäude des Ortes al-Majdal - Foto: Wikipedia - Autor: Eliada 7777 - Lizenz: s.u.


Wie zuvor bereits erwähnt, gibt es nicht mehr viele Gebäude aus der Zeit des Ortes al-Majdal, lediglich der Khan, indem heute ein Museum zu finden ist, die alte Moschee mit erhaltenem Minarett und das heute „Beit Amidim“ genannte Gebäude sind noch präsent. Das zweistöckige Bauwerk wurde 1920 im klassischen Architekturstil der damaligen Zeit errichtet. Das Gebäude verfügt über schöne Bögen, Säulen, Kapitelle und Ziegel aus Beton. Das Haus besitzt einen Innenhof mit Brunnen und man geht davon aus, dass das Haus einem arabischen Textilindustriellen gehörte, der mit seiner Familie während des Unabhängigkeitskrieges 1948 flüchtete.


Aschkelon National Park

Aschkelon National Park Am südlichen Stadtrand befindet sich am Meer ein archäologischer Park mit den Ruinen der antiken Siedlungen. Aschkelon war von der Mittleren Bronzezeit bis ins Mittelalter eine wichtige Handelsst...



Khan Museum

Aschkelon

Khan Museum, Ashkelon, Israel - Foto: Wikipedia - Autor: Bukvoed - Lizenz: s.u.


In einem alten Gebäude aus der Osmanischen Epoche im ehemaligen palästinensischen Dorf al-Majdal befindet sich heute das Khan Museum Aschkelon. Das wichtigste Exponat der Sammlung des Museums ist eine Replik von Aschkelons berühmten „kanaanäischen Kalb“ in Silber- eine Entdeckung, die sogar auf der Titelseite der New York Times Geschichte machte. Eine audiovisuelle Show über die Geschichte von Ashkelon wird in Englisch, Französisch und Hebräisch präsentiert. Auch die städtische Kunstgalerie ist im Khan Museum untergebracht und umfasst eine Ausstellung von lokalen Künstlern. Des Weiteren befindet sich im Khan Museum ein Café und ein bekanntes Fischrestaurant.


Aschkelon

Khan Museum, Ashkelon, Israel - Foto: Wikipedia - Autor: Bukvoed - Lizenz: s.u.


In dem Gebäude aus der osmanischen Epoche (Herberge) finden auch Konzerte statt. Links vom Museum ist noch das Minarett der ehemaligen Moschee der Bewohner des Dorfes al-Majdal Asqalan zu sehen.

Adresse:

Khan Museum Aschkelon

Hatzmaut Platz, Migdal

Telefon: 08-6727002

Eintritt frei

Öffnungszeiten:


Sonntag - Donnerstag von 09: 00 - 13: 00 Uhr und von 16: 00 - 19:00 Uhr;
Freitag von 09: 00 - 13: 00 Uhr, Samstag von 10: 00 - 13: 00 Uhr;


Aschdod

Aschdod

Statue von Samson in Aschdod - Foto: Wikipedia (gemeinfrei)


Aschdod (englisch: Ashdod - lateinisch: Azotus) ist eine Großstadt im Südwestbereich von Israel und besitzt etwa 207.000 Einwohner (Stand 2007). Die Stadt liegt etwa 30 Kilometer südlich von Tel Aviv am Mittelmeer und ist eine der größten Städte in Israel. Aschdod, mittlerweile die fünftgrößte Stadt Israels, ist eine lebendige und dynamische Stadt mit einer sorgfältigen Stadtplanung, gepflegten Wohnvierteln, modernen öffentlichen Gebäuden und fortschrittlichen Infrastrukturen....

Weitere Informationen zur Küstenstadt Aschdod in Israel finden Sie hier....!


Quellennachweis:


1.: Die Informationen zur Geschichte von Aschkelon basieren auf dem Artikel Ashkelon (Stand vom 24.10.2016) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotodateien "Khan Museum; 2 Fotos - Autor: Bukvoed" - "Synagoge; Ashkelon Academic College; Gärten in Aschkelon; 3 Fotos - Autor: Ori~" - "Ashqelon Railway Station - Autor: Eden1996" - "Römischer Sarkophag in Aschkelon - Autor: Avishai Teicher via the PikiWiki - Israel free image collection project"- "Gebäude im ehem. arabischen Dorf al-Majdal - Autor: PMATAS" - "Beit Amidim, ein Gebäude des Ortes al-Majdal - Autor: Eliada 7777" - "Denkmal für die ägyptische Soldaten - Autor: Hanay" sind unter der Lizenz Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported verfügbar.


Fotos aus Aschkelon





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